Kärntner Reindling

In Kärnten ist der Reindling das Ostergebäck schlechthin. Wir servieren den Reindling als traditionelles Ostergebäck – mit Schinken, Wurst, Ei und frisch geriebenen Kren gegessen. In jeder Region Kärntens wird dieser Reindling ein wenig anders gebacken. Eines hat er jedoch über alle Regionen gemein: Die Namensgebung kommt vom Kärntner Ausdruck „Rein“ – das umgangssprachliche Wort für Emailletopf. Im Reindl wurde der Reindling zu Omas Zeiten gebacken. Heutzutage kann man Reindling in der Gugelhupfform erwerben. Ich verwende eine ganz herkömmliche Tortenform. In Slowenien heißt das Hefegebäck übrigens Potica (allerdings mit Walnussfülle).

Nun zur Fülle dieses begehrten Gebäcks. Auch die Fülle gestaltet sich von Haushalt zu Haushalt ein wenig anders. Meine Oma hat den Reindling oft nur mit Zimt gemacht (für die Rosinenverweigerer in unserer Familie).

Füllvarianten:

  • Zimt, Zucker, Rosinen, (Rum)
  • Zimt, Zucker, Rosinen, Rum, Walnüsse, Butter, Honig
  • Zimt, Zucker, Walnüsse, Butter, Honig
  • Zimt, Zucker, Mohn, Butter, Honig,
  • Zimt, Zucker, Cranberries,
  • Zimt, Zucker, Rosinen, geriebene Äpfel

Wie man sieht, der Reindling kann zur Kalorienbombe werden, je nachdem, wie man die Füllung dieses Gebäcks gestaltet. Ich verzichte gerne auf Zucker in der Füllung.

Zutaten für den Teig

  • 1/2 kg Mehl (ich verwende Type 700) – meist mische ich Dinkelmehl mit Weizenmehl
  • 1 Packerl Trockengerm (Hefe)
  • 1/4 l Milch
  • 50 g Zucker
  • 50 g Butter
  • 1 Ei
  • 2 Dotter
  • 1 Prise Salz
  • 1 Schuss Rum (optional)

Zutaten für die Füllung

  • 100 – 200 g Rosinen (Menge nach Belieben)
  • Zimt
  • Zucker – Staubzucker (optional)

Zubereitung:

  1. Das Mehl in eine Schüssel geben.
  2. Die Milch aufwärmen (lauwarm), Zucker und Butter hinzugeben und Butter zerlassen.
  3. Die Germ in die laufwarme (nicht heiße) Milch einrühren und kurz stehen lassen.
  4. Salz zum Mehl hinzugeben.
  5. Die Eier trennen, die 2 Dotter als auch das ganze Ei zum Mehl geben und langsam unterheben.
  6. Das Milch-Zucker-Germgemisch mit dem Knethaken (Mixer oder Küchenmaschine) einarbeiten und den Teig durchkneten.
  7. Die Regel meiner Großmutter war immer: Der Teig wird so lange geknetet, bis sich Blasen bilden bzw. die Schüssel beim Kneten sauber wird. Wenn mit der Hand geknetet wird – so lange bis der Teig sich von der Hand ablöst, sodass die Hand sauber ist.
  8. Danach wird die Schüssel mit einem sauberen Handtuch bedeckt und an einen warmen Ort gestellt (Minimum 1 Stunde gehen lassen).
  9. Sofern ich Zeit habe, knete ich den Teig nochmal durch und lasse ihn eine weitere Stunde gehen.
  10. Die Küchenoberfläche mit Mehl bestreuen und den Teig gleichmäßig ausrollen (ca. 2 -3 cm dick).
  11. Den ausgerollten Teig mit Zimt bestreuen (nicht mit Zimt sparen).
  12. Wer will, kann den Teig mit Zucker bestreuen.
  13. Die Rosinen waschen und mit 1-2 EL Rum in eine Schüssel geben und im Rum verrühren.
  14. Den Teig mit den Rum-Rosinen bestreuen – bloß nicht mit den Rosinen sparen.
  15. Den Teig einrollen.
  16. Ein Reindl oder eine Gugelhupfform mit Butter einfetten. Ich nehme dazu eine Tortenspringform (funktioniert auch).
  17. Die Teigrolle hineinlegen, nochmal mit einem Küchentuch bedecken und weitere 30 – 60 Minuten gehen lassen.
    Vorher

    Nach 30 Minuten Ruhezeit
  18. Zum Schluss die aufgegangene Oberseite nochmal mit Milch bestreichen.
  19. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen (Ober- und Unterhitze) und Gugelhupfform/Tortenform in den Ofen geben. Ca 40 – 45 Minuten backen.
  20. Den Reindling gleich warm aus der Tortenform/dem Reindl nehmen. Beim Gugelhupf eventuell ein feuchtes Handtuch auf die Form legen.

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